Impuls: Warum es ohne die Bewertung der "Halbfertigen" nicht geht... | raab_coaching

Impuls: Warum es ohne die Bewertung der "Halbfertigen" nicht geht...

Wissen Sie wie es aktuell wirtschaftlich um Ihre Firma steht? Entspricht die Betriebsleistung in Ihrer BWA wirklich dem, was Ihre Firma in diesem Jahr schon an Leistung erbracht hat? Oder ist das, was Ihre aktuelle BWA als vorläufiges Ergebnis ausweist eher eine Zufallszahl?
Schauen Sie doch einfach nach: wenn in Ihrer BWA die Zeile „Best. Verdg. FE/UE“ leer ist, ist das ein wichtiger Hinweis darauf, dass Ihre aktuelle Buchhaltung eventuell nicht die ganze Wirklichkeit abbildet.
Die verbuchten Erlöse enthalten nämlich immer nur die Summen der in dem betreffenden Monat geschriebenen Netto-Rechnungsbeträge ohne Abschlagsrechnungen.
Wenn Sie also in einem Monat viel arbeiten, aber keine Rechnungen schreiben, heißt das: Null Umsatz! Wenn Sie nur Abschlagsrechnungen schreiben, aber keine Schlussrechnung, heißt das (vorausgesetzt ihr Steuerberater verbucht korrekt): Null Umsatz!
Immer dann enthält Ihre BWA zwar in der Regel alle Kosten, jedoch nur einen Teil Ihrer tatsächlich erbrachten Leistung. Sie wissen also nicht wirklich, was Sie aktuell erwirtschaftet haben.
Eine BWA, die keine Bewertung der halbfertigen Arbeiten enthält, ist kaum aussagekräftig, denn bei dem Ergebnis das am Ende steht, kann es später zu erheblichen Abweichungen kommen.
Schließlich sind halbfertige Arbeiten alles Leistungen, die Sie in einem Monat erbracht haben, aber noch nicht in Rechnung gestellt bzw. schlussgerechnet haben. Nur wenn Sie den Wert dieser Leistungen monatlich in Ihre BWA aufnehmen, erfahren Sie, wie es um Ihrer Firma tatsächlich steht.
Und das ist entscheidend wichtig. Sonst haben Sie keine Chance rechtzeitig korrigierend einzugreifen, wenn es erforderlich ist. Sie fahren ja auch bestimmt nicht mit zugeklebter Windschutzscheibe Auto.