Impuls: Fleißig oder wirtschaftlich? | raab_coaching

Impuls: Fleißig oder wirtschaftlich?

Während meiner handwerklichen Ausbildung – ich habe ursprünglich Maler und Lackierer gelernt und in diesem Handwerk auch die Meisterprüfung abgelegt – arbeitete ich, wie viele von Ihnen in der Firma meines Vaters. Dabei habe ich gelernt, dass es umso mehr Anerkennung und Liebe meine Vaters gab, je fleißiger ich war. Wichtig war immer, dass ich mich um möglichst alles gekümmert und viel gearbeitet habe.
Mein Vater sagte auch manchmal: „Schau, das ist ein guter Mitarbeiter! Der sieht die Arbeit”. Das sagte er immer dann, wenn ein Mitarbeiter nie rumstand, sondern sich im Zweifelsfalle auch selbst beschäftigte, wenn es sonst nichts zu tun gab, also z.B. aufräumte. Vielleicht war ist Ihr Vater auch so?

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Das heißt auch die Mitarbeiter haben gelernt, dass fleißig sein Anerkennung bringt. Dabei hat ihnen aber niemand erklärt, welche Tätigkeiten auch wirtschaftlich sind. So wurden wir alle konditioniert und daher ist das Paradigma, das in den meisten Firmen vorherrschend ist: Sei fleißig!

Dabei ist fleißig sein, nicht automatisch gleich Geld verdienen. Wer das Lager aufräumt ist zwar fleißig, kann diese Tätigkeit aber niemand in Rechnung stellen. Dabei lebt aber Ihre Firma von der Zeit, die Sie ihrem Kunden in Rechnung stellen können. Wenn ein Mitarbeiter oder sogar der Chef den Unterschied zwischen Fleiß und Wirtschaftlichkeit nicht kennt, kann er sein Verhalten auch nicht danach ausrichten.

Führen Sie für alle ein neues Paradigma in Ihrer Firma ein! Verteilen Sie Lob und Anerkennung für wirtschaftliches Verhalten, nicht für Fleiß!